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Nanjing und Besuch von Mutti- Ereignisse der vergangenen 2 Wochen

Von meiner Couch in Shanghai sende ich euch viele liebe Sonntagsgrüße! Die vergangenen 2 Wochen waren durchaus ereignisreich! Letzten Samstag war ich mit einer 12-köpfigen Gruppe in Nanjing, wie ich es ja bereits seit längerem geplant hatte. Da wir alle wenig Zeit haben,musste ein Tag reichen und so hieß es um 5.45 Uhr "Antreten zur Zugfahrt!". Um 6.15 rollten wir gen Nordwesten und 2 Stunden später erblickten wir die Stadttore (naja eher Hochhäuser) der ehemaligen Hauptstadt Chinas. Als erstes Ziel hatten wir uns auf die berühmte Yangtze-Brücke geeinigt. Die 4,5 km lange doppelstöckige Brücke wurde 1968 erbaut und ist ziemlich beeindruckend. Als nächstes stand der Drum Tower auf dem Plan. Dabei handelt es sich um ein 1382 errichtetes Gebäude mit einer großen Glocke als Hauptattraktion.
Danach ging es zu den alten Ming-Stadttoren,die noch gut erhalten zu besichtigen sind. Insgesamt stehen 3 Tore hintereinander und man kann auch raufsteigen und den Blick über Nanjing genießen, vorausgesetzt man hat schönes Wetter, was bei uns mal wieder weniger der Fall war.
Anschließend sind wir durch einen Konfuziustempel durchgehastet, haben ein paar Happen gefuttert und sind dann ins Taxi zum Sun Yatsen- Mausoleum gefahren. Wer das ist, erfahrt ihr hier:
Sun Yat-sen war nach der Revolution von 1911 provisorischer Präsident der Republik China (Januar/Februar 1912), musste das Amt jedoch an den (ehemaligen kaiserlichen) Marschall Yuan Shikai abgeben; schuf 1912 die Guomindang. Sein Versuch einer »zweiten Revolution« scheiterte 1913. Sun Yat-sen ging wieder ins Exil nach Japan, kehrte 1920 zurück und bildete während des Bürgerkriegs in Kanton eine Gegenregierung (1921 deren Präsident); durch sein Bündnis mit der KP Chinas schuf er sich eine starke politische Basis und leitete 1923/24 mithilfe sowjetischer Berater die Reorganisation der Guomindang sowie deren Umwandlung in eine Kaderpartei ein. Das Mausoleum liegt auf einem Hügel in der Mitte der Purpurberge östlich von Nanjing und war wirklich sehenswert. Um zur Grabstätte zu kommen, musste man erst einmal ein paar Hundert treppen steigen, was aber mit einem sehr schönen Blick über die Stadt belohnt wurde. Die Anlage ist sehr gepflegt und beherbergt außerdem noch den Linggu-Tempel und alte Minggräber. Auch diese Attraktionen haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen, ob wohl es schon fast dunkel war, als wir die Minggräber erreichten. Und schon war dieser Tag wieder vorbei und es hieß Abschied nehmen von Nanjing. Doch zuerst mussten wir noch zum Bahnhof kommen. Da wir spät dran waren, sah es schlecht aus mit Taxen. Ein freundlicher chinesischer Kleinbusfahrer sollte unsere Rettung sein. Dass er dabei das Geschäft des Jahrhunderts machte und uns ordentlich ausnahm sei nur am Rande erwähnt . Gegen 11 erreichten wir dann heimatliche Gefilde und für mich hieß es,schnell schlafen gehen, denn am nächsten Morgen sollte ja die Mutti kommen!


Nachdem ich das erste Mal Transrapid und nach 9 Minuten mit ca. 400 km/h gen Flughafen gerast war, kam sie endlich an! Nach freudiger Begrüßung haben wir zunächst die Sachen zur Wohnung gebracht, gefrühstückt und sind dann nach einem kurzen Zwischenstop auf dem Stoffmarkt in die Wasserstadt Zhu Jia Jiao aufgebrochen. Da wir ziemlich spät dran waren, hatten wir nur 1 1/2 Stunden Aufenthalt, was aber irgendwie auch gereicht hat. Nur die einstündige Busfahrt hin und zurück war ein bisschen nervig. Nach dem Abendessen war der Tag auch schon vorbei und die Woche konnte beginnen.
Zum Glück hatte ich 2 Tage frei und so konnten wir am Montag in aller Ruhe Suzhou und am Dienstag Hangzhou besuchen. An beiden Tagen hatten wir tolles Wetter mit strahlendem Sonnenschein und angenehm warmen Temperaturen, einfach herrlich. Besonders schön war, dass man sich am Westlake in Hangzhou Fahrräder ausleihen konnte und so haben wir jede Menge auf 2 Rädern erkundet.
Am Mittwoch musste ich dann den halben Tag arbeiten, aber wir waren trotzdem noch am Jing'an Tempel, auf der Najing Road, der berühmten Einkaufsstraße in Shanghai und am Bund. Donnerstag sah ähnlich aus, wieder habe ich den halben Tag gearbeitet und dann waren wir in der Shanghai Acrobatic Show, die wieder atemberaubend war! Der nächste Tag ging genauso schnell vorbei, abends waren wir erst Hotpot essen und danach im Konzert im Jin Mao. Und schon war es wieder Samstag. Zum Glück hatten wir noch den ganzen Tag, denn Muttis Flieger ging ja erst um 23.55 Uhr. Nach einigen Stunden Shoppen haben wir uns erst eine Fußmassage gegönnt, was sooo gut tat! Anschließend waren wir Teppanyaki essen und sind dann mit vollem Bauch nach Hause gegangen, um dann gegen 21 Uhr zum Flughafen zu fahren. Und nun bin ich wieder gaaanz allein . Aber ich hab' mich heute erstmal vom anstrengenden Besuch erholt *hihi* und mir eine 3-Euro Maniküre gegönnt . Und morgen geht es wieder los...Mal sehen, was in dieser Woche so passiert. Eigentlich will ich am Wochenende ja nach Xi'an,aber ich habe ja schon den ein oder anderen Plan geändert...wer weiß!? So viel von mir, nun seid ihr wieder dran! Meldet euch, dann freu ich mich!

Eine dicke Umarmung!














21.10.07 15:19


Der Taifun lässt grüßen











Einen lieben Gruß aus dem verregneten und stürmischen Shanghai!
Seit gestern ist in China wieder Taifunwarnung und diesmal merkt man auch was davon. Es hat die ganze letzte Nacht und den ganzen heutigen Tag geregnet und ist ganz schön windig draußen. Aber meist zieht das schnell vorbei und in Gefahr bin ich auch in keinster Weise,es ist eben nur ein bisschen schlechtes Wetter.
Leider hat der Taifun bzw. die Warnung, dass er kommen soll, auch gestern einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wir wollten eigentlich einen Ausflug auf die drittgrößte Insel Chinas, Chongming Dao, machen. Bis dorthin sind wir auch gekommen. Als wir dann aber bei Ankunft auch schon Rückfahrtickets kaufen wollten, sagte man uns, dass es nicht sicher sei, ob an diesem Tag noch eine Fähre zurück fahren würde. Es gebe nur eine für die nächste Stunde. Da wir alle am nächsten Tag arbeiten mussten,war uns das zu heikel und wir sind nach einer Stunde Inselaufenthalt wieder gen Shanghai getuckert. So ein Mist...
Aber dort sind wir dann ein bisschen am Yangtzeufer rumgeschlendert,waren in einem Museum, in einem kleinen Vergnügungspark und so ging die Zeit auch ganz schnell vorbei.
Am Tag zuvor, dem Samstag, war ich am Vormittag erst im Stadtplanungsmuseum, was ganz interessant war. Vor allem wird mir der Besuch dort aber durch ein Fotoshooting der besonderen Art in Erinnerung bleiben. Drei thailändische Touristen fanden unsere blonden Haare dermaßen schön,dass sie bestimmt 20 Fotos von uns geschossen haben. Sogar die ganze Reisegruppe musste daran glauben und Fotos mit uns machen. Aber es war ganz niedlich,wie sie sich gefreut haben, dass wir eingewilligt haben .
Danach wollten wir zur Touri-Info und uns eigentlich für den Ausflug am kommenden Tag erkundigen. Die Information hatte aber zu,stattdessen haben wir den auf der gegenüberliegenden Jing'an Tempel besichtigt, was auch schön war. Leider wird dort drin gebaut, aber es hat sich trotzdme gelohnt. Den Rest des Abends sind wir noch ein bisschen durch Shanghai gelaufen und haben uns die noch sommerliche Brise um die Nase wehen lassen^^.
Da ich jetzt schon sozusagen von hinten nach vorne berichte, ist nun der Freitag dran. Da zwei unserer Reisegefährten wieder gen Westen geflogen sind, waren wir zuerst Teppanyaki essen. Das ist seeehr lecker,weil direkt vor den Gästen auf einer großen Kochplatte gekocht wird. Danach waren wir noch in einer ganz netten Bar, die im marrokanischen Stil eingerichtet und fast ausschließlich von Langnasen besucht wurde. Aber das war auch mal ok...Und das war der Freitag.
Am Mittwoch war ich zu einem sehr schönen Konzert, das im Rahmen eines Jazzfestivals stattgefunden hat. Wir wollten bei der ersten band fast schon gehen,weil die unseren Geschmack nun wirklich nicht getroffen hat,aber zum Glück sind wir geblieben,denn danach kam eine Band, die echt spitze war! Und das war auch schon meine Woche...Auf der Arbeit ist es gerade ruhig,was ich aber nutze, um mein Sonderthema für Siemens zu schreiben.
So, das wars auch schon für die letzte Woche. Mal sehen,was diese so bringt. Auf jeden fall krieg ich ja am Sonntag erstmal Besuuuuch-meine liebste Mutti kommt*yippieee*!
Ich hab euch jedenfalls lieb und freue mich,bald von euch zu hören!!!
Seid fest umarmt!
8.10.07 13:51


Wochenende in Qingdao und Nationalfeiertag































Ni hao meine allerliebsten Lieben,
ich hoffe, es geht euch allen hervorragend! Mir geht es wie immer gut, besonders weil ich noch bis Mittwoch frei habe und der Besuch der Frau Mama näher rückt .
Die letzte Woche verlief bis auf das Wochenende fast ereignislos,ich war nur mal Badminton spielen und ansonsten arbeiten,arbeiten,arbeiten. Allerdings habe ich mir wohl mehr den Kopf zerbrochen,was ich denn nun in den freien Tagen machen soll...und habe verschiedenste Pläne geschmiedet,wieder verworfen usw. bis ich dann auf dei glorreiche Idee kam,ans Meer zu fahren. Geplant, getan. Es wurden Flug und Hotel gebucht und am Freitag sollte es um 23.45 Uhr losgehen. Bis 00.35 Uhr saß ich am Flughafen und hab auf den verspäteten Flieger gewartet und ehe ich dann in Qingdao, was 600 km nördlich von Shanghai liegt, ankam,war es halb 3, im Hotel war ich halb 4...was für ein Abend. Aber ich konnte mich ja auf das Meer freuen. Am Samstag bin ich dann bei mäßigem Wetter, aber noch keinem Regen (bis zum Abend) die ganze Küste entlang gelaufen,was mich den ganzen Tag gekostet hat. das war aber sehr schön. Es gibt keinen langen Strand am Stück ,sondern kleine Buchten und das hat mir sehr gut gefallen. Pause habe ich in einem sehr netten Teehaus am Meer gemacht und dann ging es bis zum Sonnenuntergang weiter. Dann bin ich noch ein Stück in der Stadt zurück gegangen,vorbei am Rathaus und durch das Finanzviertel von Qingdao, eine "Kleinstadt" mit 2 Mio. Einwohnern. Das war also der Samstag. Am Sonntag hatte ich vor, auf den Laoshan Mountain zu steigen. Da sollte es ein taoistischen Tempel geben und auch ansonsten ganz schön sein. Leider hat es fast den ganzen Sonntag geregnet,so dass kein Bus zum Berg fuhr und mir nur Sightseeing übrig blieb. Und so war ich in einem netten kleinen Park,in einem anderen Tempel, an einer Pagode und im Biermuseum . Qingdao war nämlich 99 Jahre unter deutscher Herrschaft und die haben gleich eine Brauerei gegründet,die jetzt in ganz China bekannt ist. Danach bin ich noch ein bisschen weiter durch die Stadt gelaufen und habe dann,weil das Wetter immer noch nicht besser war,den Entschluss gefasst,dass ich doch nicht bis Dienstag bleiben möchte und habe meinen Flug umgebucht und bin am Montag zurück ins warme Shanghai geflogen.
Am Montag war in China Nationalfeiertag und wenn ich vorher schonmal gedacht hab,ich hätte noch nie so viele Menschen auf einmal gesehen, habe ich den Gedanken an diesem Tag revidiert. Man konnte kaum treten,es waren so viele Menschen unterwegs. Aber außer ein paar Feuerwerken war gar nichts Besonderes los. Wir hatten auf eine Parade gehofft,aber die gibt es wohl nur alle 10 Jahre mal.
Heute habe ich den freien Tag genutzt und bin zum Stoffmarkt gefahren,um meine Sachen abzuholen. Das chinesische Kleid sitzt nach ein paar kleinen Änderungen super und gefällt mir total, die Blusen und Blazer passen auch,nur die Hose ist nicht so toll geworden,die wird nochmal komplett geändert. und meinen Rock bekomme ich morgen nach Hause geliefert,auch nicht schlecht... Es hat sich also gelohnt
Soviel oder so wenig heute von mir...meldet euch ganz bald wieder!!!!
Liebe Grüße aus der Ferne, ich drücke euch!!!
2.10.07 13:48


Vom Geschäftsessen über Suzhou bis zum Schneider











Hallo nach Deutschland, Kanada und den Rest der Welt ,
es ist wieder eine Woche wie im Flug vergangen und nun stehen schon die National Holidays vor der Tür. In dieser Golden Week, die vom 1.bis 7. Oktober geht haben die meisten Chinesen Urlaub. Und diese Zeit wid natürlich genutzt. Ich habe mir sagen lassen, dass in dieser Woche ganz China unterwegs ist und verreist, weshalb alle Sehenswürdigkeiten heillos überfüllt sind. Nichts desto trotz plane ich eigentlich eine Reise nach Hong Kong, vom 28.9. bis 2.10. will ich mal die Stadt unsicher machen Aber ich erwarte erstmal noch Informationen zu Visum und Unterkunft bevor ich mich endgültig entscheide. Der Flug kostet ca. 180 €,schon eine Menge,aber wann komme ich schonmal mal wieder in die Ecke?! Also muss alles mitgenommen werden .
So, nun aber zur vergangenen Woche: die war mal wieder ganz nett. Ich hab auf der Arbeit die ein oder andere Maschine ankommen sehen und am Mittwoch war ich zu meinem ersten Geschäftsessen. Schenker hatte uns eingeladen und es ging in ein sehr nettes Restaurant, Noble Seafood,der Name sagt alles. Es gab gaaanz leckeren Fisch und auch der Rest war nicht zu verachten. In China sitzt man übrigens nicht mit anderen Leuten im Restaurant, zumindest nicht zu solchen Anlässen, sondern bekommt seinen eigenen kleinen Raum, Kellner usw. zugewiesen, was ganz nett ist, da es ruhig ist und man sich ungestört auch über Geschäftliches unterhalten kann. Was außerdem schön ist, ist dass man alle Gerichte teilt. Man sitzt an einem runden Tisch, der in der Mitte eine drehbare Glasplatte hat, auf der das ganze Essen steht, von welchem sich jeder selbst bedient. Finde diese Art zu essen wirklich gut, man kann sich mit jedem unterhalten, und kann alles ausprobieren . Zum Glück konnte ich mich mit nur einem Schnaps davonstehlen, normalerweise sollen solche Essen ja recht feucht-fröhlich ablaufen. Unseres ging noch...Das war also wirklich ein nettes Erlebnis. Am Wochenende hatte ich ja eigentlich geplant, nach Xi'an zur Terrakottaarmee zu fahren. Leider gab es keine Zugtickets mehr,weshalb wir die Reise auf den 26.10. verschoben haben. Nun musste aber eine Ausweichmöglichkeit her und da eine Bekannte nach Suzhou, der berühmten Gartenstadt gefahren ist,habe ich mich spontan angeschlossen. Um 8.58 Uhr ging also am Samstag morgen unser Zug, um halb 10 waren wir schon am Ziel. Dort sind noch 3 Leute aus Nanjing dazugestoßen und wir waren komplett. Am Bahnhof wird man immer sofort überfallen, ob man denn nicht mit diesem oder jenen Taxi fahren möchte, oder Rikscha, Minibus,was man eben gern hätte. Hat man sich erstmal durch das Tumult durchgewühlt, ist Suzhou im Vergleich zu Shanghai ganz ruhig und eher klein. Hier leben "nur" 2,1 Millionen in der Stadt, 5,9 sind es,wenn man die Randgebiete zuzählt.
Wir haben uns gleich auf den Weg in den ersten Garten gemacht,denn dafür ist Suzhou berühmt, einige gehören sogar zum Unesco-Weltkulturerbe. Hier ein paar Infos :
"Man kann sich den Zauber der klassischen chinesischen Gärten schwer vorstellen, ohne sie erlebt zu haben - wahrlich Paradiese für Geist und Seele, in denen man romantische Schönheit, Erholung und inneren Frieden finden kann. In diesen Gärten werden Landschaften en miniature nachgebildet, in denen die Natur und die Kultur des Landes so kunstvoll und vollkommen zu malerischen Bildern verschmelzen, dass man sie als natürlich und ursprünglich empfindet. Es sind architektonische Meisterwerke, die das Streben nach Suzhou Garten des bescheidenen Beamtenvollkommener Harmonie und die metaphysiche Bedeutung der Schönheit der Natur in der chinesischen Kultur widerspiegeln und mit denen man das Werk der Natur noch zu übertreffen suchte. Die privaten Gärten von Suzhou gehen auf das 11.-19.Jh. zurück. Die fluss- und seenreiche Gegend im Yangtze-Delta mit ihrem gemäßigten Klima, frostfreien Wintern und einer hohen Luftfeuchtigkeit lieferte mit immergrünen Bäumen sowie einer großen Artenvielfalt von Gräsern und Blumen hervorragende Naturbedingungen und machte es einfach, die zahlreichen Gewässer in den Gärten zu speisen. Am Unterlauf des Yangtze werden auch viele Steinarten abgebaut. Die jahrhundertelange Bearbeitung durch das Wasser brachte bizarre Formen hervor, die für die Darstellung von Bergen genutzt wurden und den Gärten noch heute einen besonderen Reiz geben. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es noch über 170 Gärten. Von den etwa 60 noch erhalten Gärten wurden 9 von der UNESCO zu Weltkulturerbestätten erklärt. "
Auf dem Weg zum Garten gab es wenig Spektakuläres zu sehen,die Stadt an sich hat ihr besten Tage wohl hinter sich. Allerdings haben wir ja auch nur einen Teil gesehen...Zuerst sind wir also in den "Humble Administrator's Garden" gegangen und der war, wie immer abgesehen von den vielen Menschen, wirklich schön. Allerdings stellen wir uns unter Garten wohl etwas anderes vor. Hier gibt es gar nicht so viel Grün,sondern mehr alte Gebäude, Steingärten, in diesem war außerdem ein Bonsaigarten zu sehen. Aber es ist trotzdem sehr idyllisch...wie ihr auf den Fotos sehen könnt. Die verzierten Gebäude, die chinesischen Schriftzeichen, manchmal musikalische Untermalung, das ist schon wirklich angenehm und man kann sich vorstellen, wie die hohen Beamten damals dort gemütlich wohnten.
Nach diesem Garten sind wir in den "Lion Forest Garden" spaziert, wo viele Steinskulpturen Löwenform haben (daher der Name), welche wahrscheinlich Witterung etc. jedoch nur mit viel Fantasie zu erkennen sind. Auch dieser Garten war durchaus reizvoll. Als drittes Ziel stand die North Tempel Pagode auf unserer Sightseeing-Liste. Dort wird man zunächst von einem riesen Buddha begrüßt, der natürlich begehrtes Fotoobjekt ist . Die Pagode hatte 8 Stockwerke, die wir allesamt hochgestiefelt sind,um dann einen naja, mittelmäßigen Blick zu genießen,was einerseits dem diesigen Wetter, andererseits der wenig schönen Stadt zuzuschreiben ist. Aber es war trotzdem ein Erlebnis. Abenteurlich wurde es jedoch erst nach diesem Besuch. Suzhou ist nämlich auch für seine Perlen bekannt und wir wussten aus geheimer Quelle, dass es einen riesen Perlenmarkt etwas außerhalb der Stadt geben sollte. Also machten wir uns auf die Suche nach einem Minibus,der uns dorthin fahren würde. Gesucht,gefunden und nach langer Preisverhandlung saßen wir in einem *ähem* etwas älteren Büschen Nach einigem Suchen kamen wir in dem großen Perlenkaufhaus an, und jeder von uns hat zugeschlagen
Zurück in der Innenstadt waren wir noch lecker essen und dann war der Tag auch schon wieder vorbei und unser Zug fuhr zurück nach Shanghai,wo ich totmüde ins Bett gefallen bin!
Heute,am Sonntag, habe ich das nächste Abenteuer in Angriff genommen-den Stoffmarkt. Dort kann man sich sehr günstig Kleidung maßschneidern lassen. Da in allen Reiseführern stand,dass dort kein Englisch gesprochen wird,bin ich mit all meinen Wörterbüchern bewaffnet dorthin gefahren,um dann zu merken, dass ich mit Englisch sehr wohl weiterkam, was die Sache natürlich unheimlich erleichtert hat. In einer Woche kann ich das Ergebnis sehen und ich bin gespannt! Und nun ist es schon wieder Sonntag abend und morgen beginnt die nächste Woche. Mal sehen,was die schönes bringt
Für heute mache ich Schluss...Ich hab euch lieb,vermisse euch nach wie vor und freue mich immer gaaaanz doll über E-Mails und Anrufe!
Viele Umarmungen und Grüße!
23.9.07 13:45


Die letzen 2 Wochen (4.-17-9.2007)


























Hallo ihr Lieben,
jetzt habe ich 2 Wochen keinen Bericht abgeliefert,na da wird es ja mal wieder Zeit. Es ist auch eine ganze Menge passiert. Am letzten Montag war ich zum Beispiel beim Eröffnungsspiel der Frauen-Fifa-WM. Und wer hat gespielt? Deutschland natürlich! Und wie haben wir gespielt? 11:0 gegen Argentinien!!! Es war toll. Die Stimmung war einmalig. Vor allem hätte ich nie gedacht, dass es sooo viele Deutsche in Shanghai gibt. Überall waren deutsche Flaggen zu sehen und die deutschen Fangesänge haben an die WM letztes Jahr erinnert. Ein paar Fotos seht ihr gleich hier.
Ansonsten war viel Arbeit angesagt und so war ich jeden Abend ziemlich spät zu Hause. An Mittwoch letzter Woche war ich noch in einem "echten" chinesischen Zuhause. In unserer Truppe aus Hangzhou war ein Chinese dabei, der uns eingeladen hat. Und was isst man in China,wenn viele Leute zu Besuch kommen? Oftmals Hot Pot. Das ist ein großer Suppentopf mit leckerer Brühe in den alles mögliche reingeworfn wird-Fleisch,Lotus, Pilze, Salat,Tofu usw usw. Das hört sich vielleicht ein bisschen komisch an,ist aber sehr lecker.
Und mein Highlight der letzten 2 Wochen war natürlich das letzte Wochenende in Peking. Um es kurz zusammenzufassen:es war toll! Leider nur viel zu kurz! Am Freitag bin ich also mit meinem indischen Bekannten,den ich auf der Fahrradtour kennengelernt habe, nach Peking geflogen. Nach ca.1 1/2 Stunden waren wir um 22 Uhr am Flughafen und dann gegen halb 12 endlich im Hotel. Das war zwar eher dürftig,dafür aber billig und super gelegen. Uns gegenüber war gleich der Tiananmenplatz und in 10 Minuten konnte man die Verbotene Stadt erreichen.
Am Samstag morgen haben wir dann einen Bus gesucht, der uns zur Chinesischen Mauer fährt. Gesucht,gefunden und um 8 Uhr ging es los. Nach 3 langen Stunden sind wir endlich in Simatai angekommen und nun hieß es schnell schnell, denn wir hatten nur 3 Stunden, um auf die Mauer und wieder zurück zukommen,viel zu wenig! Aber wir haben das beste draus gemacht und sind mit der Seilbahn hoch gefahren und das letzte Stück gelaufen. Nach steilem Aufstieg standen wir dann endlich auf diesem gigantischen Bauwerk und uns blieb nicht nur vom Bergsteigen der Atem weg. Zwar hatten wir keinen 100%ig super Blick,aber allein auf der über 2000 Jahr alten Mauer zu stehen,war ein tolles Gefühl. Ich muss unbedingt noch einmal mit mehr Zeit im Gepäck hin, denn lange Pausen, in denen man das Erlebnis so richtig genießen konnte, konnten wir uns leider nicht leisten. Wir haben versucht, so viel wie möglich zu erreichen und sind vom 8. bis zum 12. Wachturm gelaufen, was super war. Der Blick,die Luft,herrlich!!! Die Fotos können gar nicht so richtig einfangen,wie es wirklich war.
Um 14.30 ging es dann also zurück nach Peking, wo ich erst einmal die berühmte Pekingente ausprobiert habe. Allerdings reicht 1 Mal auch Omis Weihnachtsente schmeckt besser . Danach sind wir ins Stadtviertel Hutong gefahren, das als Kneipenviertel umfunktioniert wurde und wo mehr Europäer zugegen sind als Chinesen. Nach diesem anstrengenden Tag ging es zurück ins Hotel, allerdings nur für 6 Stunden,denn um 5 Uhr hat am Sonntag der Wecker wieder geklingelt. Denn zu Sonnenaufgang wird auf dem Tiananmenplatz die chinesische Flagge gehisst und die Wachsoldaten lösen sich ab, ein bisschen wie vorm Buckingham Place^^. Und wenn wir dachten,wir wären vor Sonnenaufgang die einzigen,haben wir uns mächtig getäuscht. Überall wimmelte es nur so von chinesischen Touristen, die wie wir das Schauspiel ansehen wollten. Nachdem die Flagge also ihren Platz eingenommen hatte, haben wir unsere Sachen im Schließfach verstaut und sind zum Sommerpalast gefahren,wo damals die Kaiser die heißen Sommertage verbrachten. Auch das war ein tolles Erlebnis. An einem See liegen alte chinesische Gebäude,Tempel und Pagoden und man kann es sich richtig gut gehen lassen, wenn man die 10000 anderen Touristen ignoriert . Zum Glück waren wir abenr früh da, da war es noch nicht ganz soo voll. Vom Sommerpalast führte uns unsere Route zum Lamatempel,dem laut Reiseführer schönsten Tempel in Peking. Und auch dieser war wieder atemberaubend und superschön. Dort steht zum Beispiel ein 18m hoher Buddha, der aus einem einzigen Baumstamm geschnitzt wurde.
Nach einem schnellen Mittagessen sind wir dann zur Verbotenen Stadt aufgebrochen. Diese ist riesig und besteht aus 9.999 Gebäuden! Und eins ist schöner und toller verziert als das andere. Nach ca.3 Stunden Aufenthalt sind wir zu unserem letzten Stop,dem Himmelstempel gefahren. Dieser war ebenfalls sehr sehenswert, wie ihr ja auf den Fotos sehen könnt. Es war also ein total schönes Wochenende, nur war für die einzelnen Sehenswürdigkeiten viel zu wenig Zeit. Aber ich habe gesagt,das ist auf jeden Fall ein Grund zurückzukommen!
An diesem Wochenende(21.-23-9.) fahre ich nach Xi'an zur Terrakottaarmee. Auch darauf bin ich schon sehr gespannt, unter anderem auch aufs chinesische Nachtzugfahren .
Also ihr seht,es geht mir gut, das einzige,woran es mir mangelt,ist Schlaf , aber den versuche ich heute aufzuholen!
Lasst ganz bald wieder von euch hören,denn auch wenn ich beschäftigt bin,vermisse ich euch doch und freue mich immer,von euch zu hören!!!
Ganz liebe Grüße aus der Ferne!!!
17.9.07 13:39


I love China












































Ni hao meine Lieben,
es ist mal wieder Montag und ich habe ein tolles Wochenende hinter mir. Dieses Mal war ich von Freitag bis Sonntag in Hangzhou, das liegt ca. 190 km südwestlich von Shanghai. Habe mich einer Gruppe aus dem Internet angeschlossen (StudiVZ), was ich anfangs ganz schön riskant fand,es sich aber also super Entscheidung rausgestellt hat. Am Freitag haben wir uns um 18.30 Uhr an einem der riesen Bahnhöfe in Shanghai getroffen und sind dann 1 1/2 Stunden nach Hangzhou gefahren. Der Zug war ganz modern, anders als auf der Rücktour,aber dazu später. So gegen halb 9 sind wir also dort angekommen, sind dann mit dem Taxi zur Jugendherberge und haben dort erstmal unsere Sachen gelassen. Das Hostel war ganz ok, für 5 Euro die Nacht haben wir zu 5 in einem Zimmer geschlafen, was total lustig war. Danach sind wir noch Essen gegangen und waren ein bisschen am West Lake spazieren. Der ist nämlich unter anderem die große Attraktion in Hangzhou und auch wirklich schön (siehe Fotos). Um 2 waren wir dann im Bett, um dann morgens taufrisch aus den Federn zu hüpfen . Am Samstag ging es dann also erstmal in die Altstadt und dann in ein Kloster, was sehr beeindruckend war. Es besteht aus 300 Gebäuden und ist eigentlich kaum in Worte zu fassen. Man geht von Gebetshalle zu Gebetshalle,wenn man das so nennen kann und staunt in jeder mehr. Überall sind große Buddhas, tolle Statuen und viele Räucherstäbchen und Chinesen,die beten. Auf unserem Weg zum Ausgang haben wir sogar eine Zeremonie oder eine Art Gottesdienst erlebt,was sehr sehr interessant war. Die Atmosphäre war unbeschreiblich und ich hätte Stunden zusehen und zuhören können!
Danach sind wir eine ganze Weile um den See spaziert, waren in einem Seidenmuseum saßen dann gemütlich am Ufer. Am Sonntag hieß es dann richtig früh aufstehen, um halb 7 hat der Wecker geklingelt. 4 von uns sind dabei auf der Strecke oder besser im Bett geblieben, aber wir sind in die Teeberge gefahren. Und auch da war es sooo schön! Die Landschaft, der Geruch, unvergesslich. Um 12 haben wir uns dann mit dem Rest im Youth Hostel getroffen und haben unsere Sachen zum Bahnhof gebracht. Aber da unser Zug erst um 7 ging,haben wir noch eine Bootstour auf dem See gemacht,was auch herrlich war, nur leider sehr verregnet. Ohne Regen wäre es sicher noch schöner gewesen,von einer kleinen Insel zur nächsten zu schippern. Die waren wirklich süß und lagen ganz idyllisch. Gut war,dass sie durch das miese Wetter nicht so überlaufen waren. Und unseren Ausflug haben wir mit einem leckeren Essen abgeschlossen und sind dann wieder gen Shanghai gefahren-im Bummelzug, der weniger angenehm war. Aber ich glaube,das war uns eigentlich allen egal,weil wir alle zufrieden und gleichzeitig todmüde vom Wochenende waren...Alles in allem war es suuuuuperschön! Bin sehr froh, mitgefahren zu sein, weil nämlich alle, die mitwaren auch ganz nett waren. Am Mittwoch kommen sie erstmal alle zu mir,um Fotos anzugucken .
Am Donnerstag habe ich zum ersten Mal meinen Tanzkurs,den ich mit meinen Kollegen mache, freue mich schon!
Soviel erstmal wieder aus Shanghai...ich hab euch lieb und vermisse euch trotz der schönen Erlebnisse! Meldet euch!


























3.9.07 13:33


Schon 4 Wochen in Shanghai!







Hallo meine Lieben,
nun bin ich schon ganze 4 Wochen hier,fast unglaublich,wie die Zeit rennt. Das Wochenende kam mir vor wie ein einziger freier Nachmittag und morgen muss ich schon wieder arbeiten...Aber es ist nur halb so schlimm,denn in der letzten habe ich ja wieder viele schöne Eindrücke sammeln können. Am Mittwoch war ich zum Beispiel im chinesischen Zirkus, das war klasse. Eine tolle Show von 1 1/2 Stunden,in denen mir nicht einmal langweilig geworden ist. Habe auch ein Foto davon hierein gestellt. Die anderen sind von meinem Samstagsausflug nach Zhoushuang, einem kleinen Wassenstädtchen, das man bequem mit dem Touribus in einer Stunde erreichen kann. Bin mit einem Inder gefahren,den ich letzte Woche bei der Fahrradtour kennengelernt habe, denn zu zweit oder zu mehreren was zu unternehmen ist irgendwie doch angenehmer und lustiger. Also ging es 9.50 los und 16.20 wieder zurück. Wir waren die einzigen Nicht-Chinesen im Bus, was ganz witzig war. Angekommen sind wir ein bisschen rumgelaufen, und haben dann eine Bootstour gemacht. Die war wirklich nett. Wir sind ca. eine Stunde in den Kanälen der Stadt und zu einem Park gefahren, wo eine riesen Statue eines Tycoons aus China stand und dessen ehemaliges Haus zu begutachten war. Danach waren wir noch in diversen Wohnhäusern berühmter Chinesen, einem Museum und einem Tempel. Alles in allem ein wirklich schöner Ausflug. Nur war es sehr heiß und das ständige Anquatschen der Restaurantbesitzer und Verkäufer hat ein bisschen genervt. Aber wahrscheinlich ist der Tourismus die einzige Einnahmequelle, so dass sie auf uns angewiesen sind. Und die chinesischen Reiseführer mit ihren Mikro-und Megaphonen sind etwas nervig,weil sie irgendwie die schöne Atmosphäre mit ihrem lauten Gerede kaputt machen. Aber das muss man dann einfach ignorieren.
So gegen halb 7 waren wir dann zurück in Shanghai und ich bin noch schnell zur Farewell-Party meines Kollegen geflitzt, um dann danach totmüde ins Bett zu fallen. Und heute habe ich fast den ganzen Tag gefaulenzt, was auch mal gut tat!
Ach,eins habe ich ja noch vergessen. Fungiere jetzt auch hier als Englischlehrerin Auf Arbeit gibt es jede Woche die sogenannte English Corner, in der eine Stunde ein wenig das Englisch der Mitarbeiter aufpoliert wird. Und da momentan niemand da ist, der sich darum kümmert,weil unsere Übersetzerin entlassen wurde, habe ich das am Freitag übernommen. Es war total nett und hat superviel Spaß gemacht, mal sehen, ob ich es in der nächsten Woche auch wieder mache. Auf jeden Fall macht es Spaß, auch ein bisschen helfen zu können,obwohl ich merke, das auch mein Englisch ein bisschen eingerostet ist. Naja, das waren die Highlights der letzten Woche. In der kommenden fange ich mit meinen Kollegn einen Latin-Tanzkurs an .Freue mich schon. Und für nächstes Wochenende ist ein Ausflug nach Hangzhou geplant,eine Stadt in der Nähe,die sehenswert sein soll. Und so sind auch die kommenden Wochenenden verplant. In 2 Wochen fahre ich mit einer Kollegin nach Suzhou,in 3 Wochen nach Peking und in 4 Wochen nach Nanjing. Und so vergeht die Zeit und bald bin ich wohl schon wieder zu hause...Aber bis dahin gibt es noch viel zu sehen...
Fühlt euch umarmt, ich vermisse euch! Und meldet euch, freue mich immer über eine Nachricht oder einen Anruf von euch!
Ganz liebe Grüße aus der Ferne!
PS: Fotos kommen später,das dauert immer ewig,die hier anzuhängen...
26.8.07 13:29


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